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UOP
(früher Baylith®) Molekularsiebe
Baylith®
war der registrierte Handelsname (eingetragen für
Bayer AG, lizensiert für UOP GmbH) für eine
Reihe von speziellen Molekularsiebtypen, die
Umbenennung in UOP erfolgte in 2000.
Als
Molekularsiebe bezeichnet man Materialien, die zur
selektiven Adsorption von einzelnen Stoffen aus
Gas- oder Flüssigkeitsgemischen in der Lage sind.
Man setzt sie zur Entfernung von polaren Stoffen,
wie Wasser, oder polarisierbaren Stoffen, wie
Kohlendioxyd, aus Gasen oder Flüssigkeiten und
zur Trennung von Stoffgemischen, z.B. Gewinnung
von Sauerstoff, oder Trennung von n- und
iso-Paraffinen ein. Reinheiten bis zu < 1 ppm können
erreicht werden.
Die
aktive und die wirksame Komponente von
Molekularsieben bilden aktivierte Zeolithe.
Molekularsiebe bestehen entweder aus dem reinen
Zeolith (z.B. Molekularsiebpulver,
bindemittelfreie Kugeln) oder Gemischen von
Zeolithpulver mit Rizinusöl (Molekularsiebpaste)
oder mit Ton verpressten und gebrannten
Molekularsiebkugeln oder -stäbchen.
Zeolithe
sind Mineralien, die zur Gruppe der Alumosilikate
gehören. Dieser Name erklärt sich aus ihrer
allgemeinen Summenformel Men(AIO2)n(SiO2)m
* (H2O)x
Die
am häufigsten verwendeten Zeolithtypen sind die
synthetisch hergestellten Typen A und X. Beide
Kristallstrukturen bestehen aus
Alumosilikat-Kuboktaedern, die über Sauerstoffbrücken
miteinander verbunden sind und so große
Adsorptions-Hohlräume bilden. Diese Hohlräume
sind durch Poren miteinander verbunden, deren
Durchmesser die Selektivität der Molekularsiebe
bestimmt. Durch den Eintausch verschiedener
Kationen (Me =K, Na, Ca) können unterschiedliche
Porendurchmesser eingestellt werden (Ø = 3 Å, 4
Å bzw. 5 Å - 1 Ångström
= 10-10m). |